Physikdidaktik
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Projekte des IDN - Abt. Physikdidaktik

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KME - Kompetenzmodell Energiebegriff

Kompetenzmodellierung und -diagnostik zum Energiebegriff der Sekundarstufe I

Zeitraum: 01.07.2004 - 30.06.2007
Leitung: Dr. Marita Kröger (geb. Schmidt)
Finanzierung:
Kooperationspartner:
Mitarbeiter: Dr. Marita Kröger (geb. Schmidt) , Prof. Dr. Horst Schecker

In den nationalen Bildungsstandards treten Kompetenzmodelle an die Stelle von Lernzielkatalogen (vgl. Klieme et al. (2003): Zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards BMBF 2003, die sog. „Klieme-Expertise“). Kompetenzmodelle sind die strukturierte Beschreibung (fachbezogener) Kompetenzen, mit denen z.B. die Anforderungen an Schülerinnen und Schüler nach Kompetenzbereichen und Ausprägungen der Kompetenz aufgeschlüsselt dargestellt werden können. Zu den Kompetenzbereichen gehören das Wissen über Fachkonzepte und Fachmethoden, aber auch die Fähigkeit zum Bewerten und Kommunizieren fachlicher Zusammenhänge. PISA, TIMSS und internationale Standards bzw. Curricula stützen sich – zumindest implizit - auf Kompetenzstrukturmodelle oder Kompetenzentwicklungsmodelle.
Empirisch gestützte Kompetenzmodelle liegen nach Klieme (2003) jedoch nur für einzelne Lernbereiche, Altersgruppen oder Schülerpopulationen vor. Ein Ziel der fachdidaktischen Forschung ist, möglichst alle Themengebiete des Unterrichts mit solchen Kompetenzmodellen beschreiben zu können.
In diesem Promotionsvorhaben soll ein auf den Energiebegriff der Sekundarstufe I bezogenes Kompetenzmodell entwickelt und empirisch überprüft werden. Energie ist eines der vier zentralen Basiskonzepte (Facetten) der nationalen Bildungsstandards, an denen sich die Inhalte des Physikunterrichts orientieren sollen.
In der Vorbereitungsphase des Promotionsvorhabens wird die Struktur vorliegender nationaler und internationaler Bildungsstandards oder Curricula dahingehend vergleichend analysiert, welche Kompetenzmodelle ihnen unterliegen. Weiter beinhaltet die Entwicklung eines eigenen Modells die Aufgliederung des Basiskonzepts Energie in inhaltlich unterscheidbare Teilbereiche. Darauf bezogene Anforderungen an Schülerinnen und Schüler werden nach Kompetenzbereichen und Kompetenzausprägungen klassifiziert. Auf diese Weise entsteht ein hypothetisch normatives Kompetenzmodell.
Um zu überprüfen, in wieweit das Kompetenzmodell die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Schülerinnen und Schülern wiedergibt wird ein Test entwickelt. Aufgaben für diesen Test werden in einer selbst erstellten Datenbank gesammelt und stammen aus Schulbüchern, Bildungsplänen, Curricula oder werden selbst erstellt. In der Datenbank werden zusätzlich die Merkmale der Aufgaben erfasst, die Aufgaben den Energie-Teilbereichen zugeordnet, sowie in die Struktur aus Kompetenzbereichen und –ausprägungen eingepasst. Diese vorweggenommene Einordnung der Testaufgaben soll durch eine Expertenbefragung (Lehrkräfte, Lehrplanentwickler und Fachdidaktiker) abgesichert werden.
Ist der Test anhand der Ergebnisse der Expertenbefragung (und einer Vorerprobung) für einsatzfähig befunden (oder ggf. noch modifiziert worden), wird er in einer Querschnittserhebung bei Schülern der Sekundarstufe I eingesetzt. Ziel der Haupterhebung ist, das Lösungsverhalten von Schülerinnen und Schülern dahingehend zu untersuchen, ob es sich auf Basis des Kompetenzmodells erklären lässt.


Publikationen:


Bücher
Schmidt, M.: Kompetenzmodellierung und -diagnostik im Themengebiet Energie der Sekundarstufe I - Entwicklung und Erprobung eines Testinventars. In: Niedderer, H., Fischler, H., Sumfleth, E. (Hrsg.): Studien zum Physik- und Chemielernen, Band 87, Berlin: Logos (2008)
Artikel in Tagungsbänden
Schmidt, M. & Schecker, H.: Modellüberprüfung in zwei Dimensionen - "Prozess" und "Ausprägung". In: D. Höttecke (Hrsg.): Kompetenzen, Kompetenzmodelle, Kompetenzentwicklung. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik. Jahrestagung in Essen 2007, Münster: LIT (2008), 212-214
Schmidt, M. & Schecker, H.: Beispiele für die Einordnung von Testaufgaben in ein Modell physikalischer Kompetenz. In: Höttecke, D. (Hrsg.): Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Band 27. Naturwissenschaftlicher Unterricht im internationalen Vergleich, Münster: Lit Verlag (2007), 625-627
Schmidt, M. & Schecker, H.: Einordnung von Testitems in ein Modell physikalischer Kompetenz. In: CD zur Frühjahrstagung des Fachverbandes Didaktik der Physik in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft - Kassel 2006, Redaktion: Nordmeier, V., Oberländer, A., Berlin (2006)
Schmidt, M. & Schecker, H.: Kompetenzmodellierung im Themenbereich Energie - Entwicklung eines Testinventars. In: Pitton, A. (Hrsg.): Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Band 26. Lehren und Lernen mit neuen Medien, Münster: Lit Verlag (2006), 108 - 110

Letzte Änderung: 20.9.2017 | Admin